Banker zu gierig und wer zahlt?
Die Ereignisse überschlagen sich zur Zeit. Nachdem in den vergangen Wochen eine Negativ-Schlagzeile die ander jagte, kam es heute in den USA schon fast zu einem Debakel.
Ich bin zwar kein Finanzexperte, aber dass das Geld zur Rettung der gierigen Versager nicht eben mal nachgedruckt wird, ist auch klar. Also, wer bezahlt den ganzen Mist? Seit Jahren wird über die zu hohen Gehälter der “Finanzexperten” diskutiert, passiert ist bis heute nichts. Diejenigen, die die Krise verbockt haben gehen vermutlich mit einer hübschen Summe aus ihrem Job und werden sicherlich nicht arm werden.
Der Plan zur Rettung einiger US amerikanischer angeschlagener Geldinstitute war eigentlich schon in trockenen Tüchern, aber in letzter Sekunde durchkreuzten die eigenen Parteikollegen von Bush junior das Rettungspaket in Höhe von 700 Mrd $. Der scheidende Präsident hat scheinbar nichts mehr zu sagen, denn anders kann man diese Abstimmung nicht werten. Kurz nach dem Bekanntwerden der Abstimmung, ging der Dow Jones mal schön in den Keller. In einigen Stunden wird es in Frankfurt auch nicht besser aussehen, vermutlich verkaufen jetzt in diesem Moment “einige” Leute ihre Papiere…
Das Problem an der ganzen Sache ist aber nicht nur der US Markt, sondern das US-Problem ist schon längst in Europa angekommen.
Das Rettungspaket der “Amis” soll aus Steuergeldern kommen, und wie funktioniert das bei uns?
Bezahlen werden wieder die Steuerzahler und das, obwohl wir von den Renditen der vergangenen Jahre nichts gesehen haben, oder hat Euch jemand gefragt, ob Ihr eine Extrazahlung von denen haben wollt?
Webtipp: Wirtschaftsblog
11 Kommentare


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Das Ganze bleibt natürlich am Steuerzahler hängen, wo sonst. Inzwischen geht es mit der Krise ja schon etwas länger. Und bis jetzt ist kaum einer richtig aufgewacht.
Nicht nur die Milliarden, die jetzt so durch die Nachrichten geistern, sind relevant, sondern dass alles,was bei einer Rezession auf uns zukommt ist damit zu sehen.
Es steht ausser Frage, das hier der Steuerzahler gerade stehen muss. Die Frage ist nur auf welchem Weg. Jetzt wo das Kind in den Brunnen ngefallen ist muss ich sagen, das es mir lieber ist wenn das “Rettungspaket” in dieser irrwitzigen Höhe auch durchgeführt wird. Wenn die Banken in den USA tatsächlich fallen geht nicht nur in Amerika das Licht aus. Im Endeffekt wird das dann wohl dem Steuerzahler noch mehr kosten.
Ich frage mich echt, wann mit diesen gierigen “Managern” endlich aufgeräumt wird.
Ich bin mal gespannt, wie unsere Regierung uns das erklären will, dass wir dafür gerade stehen müssen und vor allem, wo wieder gekürzt wird (soziale Leistungen, Freibeträge,…). Es ist echt unglaublich…
Hallo,
was ich nicht so recht verstehen kann: Wieso sollen wir deren Mist bezahlen? Mit unserem Geld! Wieso machen wir es nicht wie China oder einige Staaten aus dem arabischen Raum und kaufen stattdessen die Hypotheken auf, anstatt einfach nur Geld zu verschenken. Okay, das Geld was mir verschenken holen wir uns mit Exporten wieder zurück. Bleibt dann aber immer noch unser Geld und wird nicht mehr. Anders würde uns was passenden als gegenleistung geboten. Ich meine, China etc. machen das ja nun auch nicht aus Langeweile in dieser Praxis
Viele Grüße, Andi
Egal ob als Steuerzahler oder Verbraucher: Die Bürger zahlen letztendlich alles im Wirtschaftssystem. Insofern ist die Diskussion etwas sinnfrei.
@Andi: Für das US-Rettungspaket zahlen wir Deutsche zumindest als Steuerzahler nichts.
Nicht? Wer dann?
@TC Stahl: Naja, ich glaube kaum, dass der Steuerzahler normalerweise für die Schulden der Unternehmen aufkommen muss. In diesem Fall sieht es jedoch “etwas” anders aus.
@Andi: Wäre ja noch schöner, wenn wir hier in D die Schulden der Amis übernehmen müssten, die bezahlen eben die amerikanischen Steuerzahler…
Ja, nur wäre dann die Hilfe aus unserem Land so heiß umredet?
Die Banken agieren eben mal global und genau da ist das Problem. Wenn eine deutsche Bank Ihre Partner im Ausland unterstützen muss, tut sie das mit einer Bürgschaft des Bundes (geschieht ja eben), da sie momentan selbst keine flüssigen Mittel hat. Dies heißt aber nicht, dass der Bund die Bürgschaft auf Biegen und Brechen leisten muss (die Verträge möchte ich aber lieber nicht sehen), denn Du würdest ja auch nicht eben mal für einen Bekannten eine Blankobürgschaft leisten.
youtubed mal nach ‘ron paul’, ‘chomsky’ und ‘zeitgeist’.
die videos werden sehr unterschiedlichen anspruechen gerecht, geben aber meiner Meinung nach ein paar sehr gute denk-ansaetze.
Um die Real- und die Finanzwirtschaft (beides ist leider nicht identisch) funktionieren zu lassen, bedarf es eines flüssigen Geldmarktes; Banken leihen sich untereinander Geld für kurze Zeit. Das findet z.Zt. nicht mehr statt, weil keine Bank der anderen Bank mehr vertraut; niemand weiß, welche Leichen der Kollege im Keller hat, irgendwann über die Klinge springt und das schöne Geld futsch ist (siehe KfW). Wer vor drei Monaten noch gesagt hätte, die Lehmannbrüder gingen pleite, den hätten die Männer mit der weißen Jacke abgeholt, die die Verschlüsse auf der falschen Seite hat. Das Vertrauen ist erst einmal hin. Wenn sich die Banken untereinander mißtrauen, hat das Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Liquidität (Kredit) zur Finanzierung weiteren Wachstums wird schwer zu bekommen sein – das hat Folgen für die Beschäftigung, das Masseneinkommen, den Konsum, die Investitionen, die Beschäftigung, das Masseneinkommen usw. die Spirale dreht sich nach unten – bis wieder Vertrauen da ist. Das ist aber ein flüchtiges Reh. Wir wissen nicht, wann es wieder auf die Wiese zum ähsen kommt. Bisher hat die Bundesregierung nur eine Bürgschaft (Eventualverpflichtung) für die marode Hypothekenbank abgegeben. Die Auflagen in der Bürgschaftszusage kennen wir nicht, hoffen aber, dass man diese Zocker künftig damit an der kurzen Leine führt. Verstaatlichung gegen Geld ist keine Sünde wieder den Hl. Geist – die Sparkassen sind auch staatliche Institute. Eine Bürgschaft muss nicht zur Geldausgabe führen, die wir dann alle mittelbar zu t5ragen hätten. Das Land Berlin hat vor vielen Jahren für die Berliner Bankgesellschaft gebürgt und noch nichts dafür zahlen müssen.Im Bankgeschäft werden für Bürgschaften Provisonen verlangt [ 1-1,5 % p.a.] – zu Zubrot für Herrn Steinbrück.
Aber das ist die Adlerperspektive. Was passiert in unserem Geldbeutel?
Seitdem man bei Banken keinen Rat sondern nur noch ein Produkt bekommt, weil sich die Berater wöchentlich/monatlich bei ihren Chefs rechtfertigen müssen, ob sie genug eingefahren haben (entweder es ändern sich die Zahlen oder die Gesichter),berät der “pro Domo”, denn die Bank bezahlt ihn. Wenn jemand miese Papiere im Depot hat, gibt es vielfach auch einen Teil Eigenschuld. Viele Grundsätze wurden nicht beachtet, z.B. ” Die höchsten Zinsen zahlt der größte Lump”, “Man darf nicht langfristige Ausleihungen kurzfristig finanzieren”, “Was man nicht selbst versteht,darf man nicht kaufen”, “Gier frisst Hirn”!
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