iPad – die missverstandene Revolution
Nachdem sich nun die Gemüter gelegt und sich einige “Experten” über den neuen Coup von Apple Chef Jobs mißmutig geäußert haben, ist es wohl an der Zeit einen Blick von “außen” auf das Wunderteil iPad zu werfen.
Ich bin zugegebenermaßen kein Apple Fan und habe auch nie die Hysterie der Anhänger verstanden, jedoch habe ich Hochachtung vor den Designern und Verantwortlichen bei Apple, denn sie verfolgen seit Jahren ihre Vorstellung von einem “perfekten” Produkt.
Die Pressekonferenz von Steve Jobs, bei der er das iPhone vorstellte war legendär und ebenso das Produkt an sich. Seit dem spricht man nicht mehr von Anwendungen, sondern von Apps. Das schaffen nur wenige Unternehmen!
Die Technik auf dem iPhone hat die Mobiltelefone revolutioniert denn man scrollt nicht mehr, sondern “wischt” über das Display. Nicht dass ich nur die Technologie für eine fantastische Neuerung halte – nein, das war vermutlich nicht die größte Herausforderung.
Ich stelle mir vor, dass ein Team darüber diskutiert was ein iPhone beherrschen muss und einer der Entwickler kommt auf die Idee, dass der User mit dem Finger über das Display fährt und damit “scrollt”. DAS ist fantastisch!
Zurück zum iPad, das sehnsüchtig, auch von “Nicht” Fans von Jobs und Apple erwartet wurde und?
Enttäuschung!
Auf den ersten Blick kann das iPad eigentlich nichts besonderes, es zeigt Webseiten an, verschickt E Mails und hat einige kleine Anwendungen.
Nun lese und höre ich in diversen Foren und Portalen, dass das iPad keine Revolution auslösen wird und es wird darüber diskutiert ob und wann man sich Apples neue “Vision” kaufen wird. Dabei wird verkannt, dass das iPad KEIN neues Notebook oder Netbook ist, sondern ein Kommunikationsmittel.
Meiner Meinung nach hat Jobs und sein Team erkannt, dass immer mehr User sich in Communities wie Facebook oder Twitter und anderen Netzwerken aufhalten werden und dafür ein “Tool” geschaffen, das dafür hervorragend geeignet ist. Es zeigt Webseiten an, es verschickt E Mails und hat einige kleinere Anwendungen.
Sehr präzise ist dies in einem Artikel von Frank Schirrmacher in der FAZ erläutert und dargelegt.
“Der iPad könnte eine Verwaltungsreform der digitalen Welt mit erheblichen Konsequenzen signalisieren: mit Auswirkungen nicht nur auf die Verkaufs- und Kommunikationsgewohnheiten im Netz, sondern auch auf dessen Ideologie und Metaphern, die unmittelbare Wirkung auf unser Verständnis von unserer Umwelt haben. Die vielen Informationen haben die Auskenner blind gemacht, schreibt die legendäre Blog-Cruftbox in einer „Erklärung an das Internet“: „Ihr habt Euch im iPhone getäuscht. Ihr täuscht Euch hier. Es ist eine dritte Art des Computers.“
Apple macht nichts zufällig und die Ideen und Produkte des Unternehmens haben sehr oft eingeschlagen wie ein Meteor, der nicht nur die Produkte, sondern auch die Art und Weise der Benutzung des Produkts maßgeblich verändern.
Also, kratzt nicht nur an der Oberfläche und denkt nicht eindimensional. Dass Apple sehr gute Rechner und Mobiltelefone produzieren kann, haben die Macher von iPhone und Mac schon lange bewiesen und dass nun sogar Google darüber nachdenkt ein eigenes Tablet PC auf den Markt zu bringen sollte die letzten Pessimisten davon überzeugen, dass das iPad KEIN normales Notebook ist…
Mehr News zum iPad und anderen Apple Produkten findet Ihr auch bei appleticker.de
15 Kommentare


« Comments
Gut erkannt – lass uns Apple Aktien kaufen!!
Du hast Recht, das Ding ist optimal für Couch surfen und sich rumtreiben auf Communitys, genauso wie einkaufen übers Internet in diversen Online Shops und Auktionsplattformen wie Ebay. Viel mehr nutzt eh ein Großteil der Bevölkerung nicht. Da ist das iPad das ideale Werkzeug.
“Weg mit dem klobigen Laptop, her mit dem iPad aufm Sofa” Wäre mein Slogan für das Teil. Auch wenn ich kein wirklicher Apple Fan bin, aber ich überleg eh grad zwecks iPhone und nun auch iPad
Das hast Du richtig erkannt. Die meisten nutzen den Rechner, Notebook oder sonst was nur zum Surfen. Deshalb ist das iPad einfach nur ein Internet Tool, nicht mehr und nicht weniger und ich denke, dass nach der anfänglichen Skepsis bald “einige” damit rumlaufen werden
Ich kann den ganzen Rummel um das ipad nicht so wirklich nachvollziehen. Wenn ich unterwegs surfen will gibts doch schon das iphone und den guten alten Laptop. Dieser ist zwar zugegeben etwas umständlicher zu transportieren aber selbst wenn`s nur um surfen auf der Couch geht, würd ich meinen Laptop niemals gegen ein ipad eintauschen
Ich erinnere mich leicht schmunzelnd an die Anfänge vom iPhone: Hat nicht auch jeder gefragt, ob so ein Hype um das Handy gemacht werden muss? Ist doch beim iPad nichts anderes; wer das Ding als Multimedia-Gerät versteht, versteht es richtig. Und nachdem sich E-Book-Reader recht gut verkaufen, warum dann nicht auch ein Gerät, welches neben E-Book-Reader noch mehr Multimedia-Anwendungen inkludiert? Denke, es wird ein Erfolg werden …
Also ich hätte mir von dem Gerät schon etwas mehr erwartet. Das das iPad nicht mal Flash abspielen kann, ist schon der Hammer. Das ist doch mittlerweile Standard.
Richtig @Dennis. Es ist ein Multimediagerät fürs Entertainment. Mehr eigentlich nicht.
Also ich habe mir vor ca. 6 Monaten den Ipod geholt, das Iphone ist mir einfach zu teuer – vorallem wenn man jeden Monat für die teure Flatrate zahlen muss.
Nundenn, Wifi an und ich habe nen Iphone nur ohne Telefon-Funktion. Also ich habe deshalba uch die Hysterie eim Iphone schon nicht verstanden es ist an sich ja nur eine 1:1 Ipod Kopie mit dem man telefonieren kann.
Aber gut, zum eigentlichen Thema: Jetzt also die nächste “Kopie” nur etwas größer … ich muss aber gestehen, ich hätte so ein Ding echt gerne.
Einfach nur um eMails zu schreiben oder zu surfen, schön chillig auf der Couch sitzend ohne dicken Laptap de man groß aufklappen muss etc.
Und wenn ich mir vorstelle da jetzt noch eine Fernbedienung mit rein … evtl. noch dieses Apple-Tv Ding mit dem Ipad verbinden … Licht damit ein und ausschalten … ich könnte mir gut vorstellen dass man damit früher oder später das ganze Haus steuern kann
Ich finde auch auf den ipad kann die Welt verzichten. Letzendlich wieder ein Spielzeug mehr am Markt.
Also ich muss jetzt schonmal eine Lanze für das iPad brechen. Jetzt jammern und meckern wieder alle. Und in spätestens 2 Jahren hat doch eh jeder Depp eines. War und ist doch beim iPhone genau das gleiche. Es ist nicht das Optimum, aber Welten besser als alle Alternativen/Konkurrenzprodukte…
Das iPad wird sich schon ordentlich verkaufen, einfach, weil es wie die meisten Apple-Produkte mindestens so sehr ein Lifestyle-Produkt ist wie ein technisches Gerät. Ansonsten ist es ja auch gut für Menschen geeignet, die unterwegs das Internet nutzen, aber eben ansonsten nicht am Rechner arbeiten müssen. Da kann das iPad natürlich praktischer sein als ein Netbook. Wenn das Display gut ist, kann man auch die Zeitung darauf lesen, das ist doch schon mal was.
Hallo Autor,
leider finde ich keinen Namen, wer den Artikel geschrieben hat. Aber ich finde, Du hast das Potential des iPads ziemlich gut erfasst. Auch wenn es vielen auf den ersten Blick als eher schlappe Innovation erscheint und sie viele Features wie USB-Anschlüsse und Multitasking vermissen, scheint mir das iPad von Apple eine reife Synthese aus jahrzehntelanger Erfahrung zu sein. Der Benutzer wird das in dem Moment erleben, wenn er das Gerät in den Händen hält. Dann wird er sehen, wie genau das System auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Und wenn dann wirklich brauchbare und intelligente Apps für das iPad im Store angeboten werden, gibt es kein Halten mehr. Irgendwann wird es auch interessante Konkurrenzprodukte geben. Aber das wird noch eine ganze Weile dauern. Denn Microsoft, Google, Hewlett-Packard, Lenovo, Asus, Sony, amazon, Dell, und wie sie alle heißen, haben geschlafen.
Grüße
Ich sehe dem iPad mittlerweile freudig entgegen, denn Apple bietet ein sehr großes Tablet mit vielen Funktionen und einer wahnsinnigen Erweiterbarkeit. Nahezu alle Apps, die für das iPhone gedacht waren, sollen auf dem iPad funktionieren, müssen teilweise aber neu designed werden, da das Display ja wesentlich größer geworden ist- Das bedeutet einen höheren Absatz für Apple im Appstore und mehr Einnahmen und somit Ehrgeiz für die Entwickler der Applikationen.
Bei allem was hier geschrieben wird, ich bleibe skeptisch. Nicht, dass es nicht einschlagen kann. Ich glaube sogar, dass das Teil einschlägt wie eine Bombe, wenigstens überm Teich. Aber ich möchte lieber eine Tastatur, und da würde ich dann wie ich auch in einem meiner Blogartikel darlege (zu finden unter “Gadgets -> Das IPad”), lieber zu einem anderen Modell greifen. Einem, was Laptop und IPad in einem ist. Das gibt es nämlich. Auch.
Ganz nebenbei, apple bekommt evtl. Schwierigkeiten wegen den Namen ipad.
pad bedeutet eigentlich Schreibblock, was auch passt.
Aber es gibt noch eine zweite Bedeutung und zwar Tampon oder Damenbinde.
Und nein, das ist KEIN Aprilscherz!
Hier der Link zu meiner Info: http://www.sueddeutsche.de/computer/441/501694/text/
Und Fujitsu stellt einen Antrag auf Namensschutz.
Also apple wird da noch ganz schön viel Ärger bekommen…
Onassis
Hallo Onassis,
das mit dem Namensrecht hatte ich gelesen und soviel ich weiß gibt es da wohl eine Einigung. Abgesehen davon wird so etwas vermutlich “einvernehmlich” gelöst
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