Sind alle Internetuser blind?
Das Thema Web 2.0 hat uns ja einige schöne und interessante Neuigkeiten gebracht, u.a. Usability und die Möglichkeit der verbesserten Kommunikation. Auf der anderen Seite fallen diese riesigen Buttons und Grafiklinks auf. Glauben denn die Webdesigner, dass nun alle User eine Sehschwäche haben?
Nichts gegen große und gut lesbare Schrift und ich habe auch nichts dagegen wenn eine Internetseite übersichtlich gestaltet ist, aber seit einiger Zeit glauben einige Webdesigner es mit der Größe einiger Webelemente zu übertreiben.
Muss das sein? Wo bleibt das Design und das filigrane Element? Man kann auch eine Seite ohne “Mörderbuttons” entwerfen und dafür sorgen, dass die Hauptaussagen bei den Usern ankommen. Viele Seiten sehen inzwischen so aus, wie ein Werbeprospekt von Saturn oder Lidl…
Beispiel:
Grün, groß und seltsam
Natürlich kann man über Geschmack streiten, aber muss das derartige Ausmaße annehmen…?
12 Kommentare


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Irgendwie hast du Reccht. Ich muss zwar sagen, dass mir der Web 2.0-Stil schon zusagt, aber oft wird es übertrieben. Denke, man sollte einen Mittelweg finden, dass ganze modern wirken zu lassen, ohne das es gleich rießig und aufdringlich wirkt. Die wirklich anspruchsvollen Design bewegen sich aber meistens eh abseits von Web 2.0-Spiegeleffekten und all dem Kram (so zumindest meine subjektive Meinung dazu).
Das Problem besteht eben darin, dass viele User diese “tollen” Internetseiten sehen und gleich meinen, dass sie so etwas auch haben müssten. Eine Webseite ist eben kein Prospekt! Leider geben viele Webdesigner nach und erfüllen dem Kunden den Wunsch nach “Web 2.0″. Hoffe, dass das bald aufhört, sonst zweifle ich an der Fähigkeit der deutschen Designerszene…
[...] Sind alle Internetuser blind? [...]
na blind wohl nicht. eher habe ich das gefühl das designer einen zu grossen einfluss auf die Seiten haben und andere Dinge meist nicht bedacht werden. Einfach und hübsch heisst nich unbedingt benutzerfreundlich. Ich stelle mir immer die Frage, was möchte ein User auf der Startseite oder Produkt/Unterseite wirklich sehen? Unsere Vorstellung (als versierte I-net User) weicht von der des normalen I-net User schon erheblich ab. Leider ist es meist so das Webdesigner die Webentwickler engagieren und dann umgesetzt wird was der Designer vorgibt. Eigentlich müsste zu dem Team noch ein prof. unabhängiger Controller sitzen, der das Ziel des Kunden, Design, Usabillity, usw. zusammenbringt und die Entscheidung trifft und dem Kunden gegenüber erläutert. Habe ich selber erst einmal erlebt die Situation und das Ergebniss war sehr gut, aber es war ein grosser Kampf weil viel unter einen Hut gebracht werden musste und Ideologien aufeinander treffen.
Hallo bennos,
ich habe auch bereits etliche Male erlebt, wie jeder (Designer, SEO-Spezialist, Texter,…) sein Metier als das non-plus-ultra darstellten. Wie Du schon angemerkt hast, sollte ein “Überwacher” das ganze Projekt leiten. Leider haben die meisten Agenturen nicht das Geld dafür. Diesen Job macht eigentlich der Art-Director und Du kannst mir glauben, dass diese Menschen eine ganze Stange Geld kosten. Auf der anderen Seite wäre es auch damit getan, wenn sich jeder der oben genannten Spezialisten nicht ganz so wichtig nehmen würden und stattdessen dem Kunden, der das Ganze bezahlt eine gute Arbeit abliefern würden.
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@Vitiligo fighter:
Thanks a lot but I think there are a few more…
ich bin doch für “riesige Buttons und Grafiklinks”. Es soll natürlich gut umgesetzt werden.
ein guter Anstoß der Artikel. Allerdings finde ich es gut, dass die Einfachheit etwas gegriffen hat. Ich möchte bei der Navigation kein Geschicklichkeitsspiel gleichzeitig drinnen haben. Klare einfache Aussagen, worum gehts hier usw. simple auf den Punkt gebracht ist schwierig aber sollte so gemacht sein.
Die verlinkte Seite sieht ja widerlich aus *schock*
Wer kommt denn auf die Idee, solchermaßen aggressive Farben zu verwenden…
Als ich die Seite betrat, hatte ich das Gefühl, einen Schlag ins Gesicht zu erhalten!
Bin selber kein Designer, auch kein exzessiver Nutzer des Internets, aber ich bin gerade aus Zufall hier drauf gestoßen…
Man muss kein Designer sein, um Geschmack zu haben. Da hat wohl die “falsche” Agentur das Ding gemacht oder der Auftraggeber wollte es so und die Agentur hat nur abgenickt…
Wenn die Zielgruppe die so genannten “best ager” sind, dann ist es schon ratsam, das Ganze etwas größer zu gestalten, vor allem die Schrift. Wobei die Leute auf dieser Seite, die Du ansprichst, nicht nur ne Leseschwäche zu haben scheinen (in den Augen des Designers), sondern wohl wirklich fast blind sind. Vielleicht hat der Webdesigner seine 4 Dioptrin Brille vergessen aufzusetzen, als er kreativ wurde?
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