CHANGE

November 5, 2008 in Verschiedenes

Barack Hussein Obama  Jr. ist der neue Präsident der USA.

Viele US-Amerikaner feierten in den Großstädten wie in einer Sylvesternacht. Der erste Schritt, den so viele Amerikaner und auch Europäer wollten, ist getan. Aber was nun? Wird er der Heilsbringer für die Welt sein?

Wohl kaum, denn dafür hat sein Vorgänger das Land in einem katastrophalen wirtschaftlichen Zustand hinterlassen. Fast alle Wirtschaftszahlen des Landes sind im Keller, eine weltweite Rezessionsangst wurde ausgelöst und die beiden Kriege, die so sinnlos begonnen wurden, müssen nun in eine diplomatische Richtung gelenkt werden. Das bedeutet eine Menge Arbeit für den neuen US-Präsidenten und sein Team, die auch uns mehr in die , denn ohne die Hilfe Europas wird auch er kaum eine Lösung im Irak oder Afghanistan finden können.

Aber ich möchte hier nicht schon losjammern, denn auch ich wollte den “CHANGE” und bin froh, dass 8 Jahre Bush-Wahnsinn vorbei sind.

Einer der entscheidenden Faktoren für den Wahlsieg war das absolut perfekte Team um Obama, welches sich auch die neuen Medien wie SMS und Internet zu Nutze machte. Noch nie zuvor hat ein Präsidentschaftskandidat so massiv über sich an seine Wählerschaft gewandt. Harry Smith, ein rennomierter CBS Journalist sprach von einem Team um Obama, welches so diszipliniert und perfekt gearbeitet hat, welches er nicht für möglich hielt. Die wichtigsten Blogger in den USA unterhielten sich über den ganzen Zeitraum des Wahlkampfes über die beiden Kontrahenten und erreichten somit speziell die junge Wählerschaft, die größtenteils den smarten 47-jährigen gewählt hat. Dies hatte zur Folge, dass die Wahlbeteiligung einen absoluten Rekord verzeichnete, da der Anteil der “Neuwähler” extrem angestiegen war.

Barack Obama hat es mit seinem Team geschafft neue Wählerschaften zu mobilisieren und dass junge Wähler ihm die Stimme geben würden und nicht einem 72-jährigen konservativen Vietnamveteran, war eigentlich klar. Ich denke, dass das Internet in Zukunft eine größere Rolle auch bei derartigen Wahlen spielen wird.

Normalerweise dauern die Entscheidungen in der Wahlnacht deutlich länger und ich hatte mich auf eine lange Nacht eingestellt, aber nicht diesmal. Bereits gegen 2:40 Uhr, als Obama sich die Wahlmänner im Bundesstaat Pennsylvania sicherte, das normalerweise republikanisch wählt, war schon zu erkennen, dass McCains Chancen schlechter wurden. Obamas Sieg kann man schon als erdrutschartig bezeichnen. Die amtlichen Ergebnisse werden zwar noch einige Zeit auf sich warten lassen, aber eines ist schon jetzt klar:

Das Ergebnis wird sehr deutlich sein!

Die Befürchtungen von Vielen, dass eventuell Amerika noch nicht bereit für einen farbigen Präsidenten wäre haben sich nicht nur (zum Glück) als falsch dargestellt, sondern man muss sagen, dass die Hautfarbe keinen Unterschied mehr macht. Und diese Einsicht macht die USA für mich um einiges sympatischer, als noch vor einigen Jahren.

Auf der anderen Seite hätte man sich die ganze Spannung auch sparen können, wenn man einfach die ganze Welt hätte wählen lassen…

Weitere Links:
Barack Obama wird der 44. Präsident der USA

 

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