Joomla versus Wordpress

Oktober 10, 2009 in Usability

Inzwischen gibt es glücklicherweise Content-Management-Systeme wie Sand am Meer und jeder, der sich das erste Mal damit beschäftigt, steht erst vor der Frage: Welches ist das Beste?

Diese Frage kann man einfach beantworten, es gilt nicht zu unterscheiden, welches gut oder schlecht ist, sondern sich für eins bis zwei zu entscheiden und damit sich auseinander zu setzen.

Im folgenden möchte ich auf Joomla und Wordpress als CMS eingehen und auch wenn sich einige dagegen sträuben, Wordpress als vollwertiges Redaktionsystem anzuerkennen, denen sei gesagt, dass WP sehr wohl als solches eingesetzt werden kann.

Wordpress:

WP startete als Blogsystem und wurde ständig weiterentwickelt und erfreut sich seit einigen Jahren nicht nur als “Blogger-Tool” zahlreicher Anwender und Entwickler enormer Beliebtheit.

Angefangen von der berühmten 5-Minuten Installation bis hin zu zahlreichen Plugins (Video Embedder, SEO-Tools)  lässt man sich immer wieder etwas neues einfallen und erweitert stetig, um auf die Bedürfnisse der User einzugehen.

Durch die Plugins und einiger kleiner Kniffe, lässt sich WP hervorragend als vollständiges CMS einsetzen, das auch für den User, der kein Programmierer ist sehr leicht und intuitiv zu verwalten ist.

Das Backend ist relativ übersichtlich und auch “Neulinge” finden sich sehr schnell damit zu recht.

Für Shopbetreiber hält WP auch einige E-Commerce Tools bereit, mit dem man kleinere Shops gut verwalten kann und mit etwas Know-How funktionieren die gängigen Online-Bezahlmodule tadellos.

Wordpress ist speziell für Anfänger sehr geeignet, da man sich nicht mit einer komplizierten und aufwändigen Installation quälen muss, sondern kann wirklich sehr schnell loslegen.

Joomla:

Joomla wurde von Grund auf als CMS programmiert und seit der Bloggerflut wurden einige Addons entwickelt, die es auch als reines Blogsystem “arbeiten lassen”.

Im Gegensatz zu Wordpress ist die Installation nicht ganz so leicht, jedoch auch kein wirkliches Problem, wenn man sich mit einige Dingen, wie Rechtevergabe oder dergleichen auskennt. Die Installation dauert unerheblich länger und man kann eigentlich auch sofort loslegen.

Wenn es aber darum geht beispielsweise  Joomla Templates zu installieren, wird es für den Anfänger etwas schwieriger, da das Backend um einiges umfangreicher ist.

Hier ergibt sich das erste “Manko” des CMS, da es eben nicht klein und fein ist, sondern größer aber auch mächtiger. Joomla ist kein CMS für kleine Webseiten, dafür gibt es einfachere Möglichkeiten wie WP aber Joomla “kann einfach mehr” und das ist der Vorteil dieses Redaktionssystems.

Natürlich kann man mit Wordpress auch die Dinge erreichen, die Joomla von haus aus bereits kann, jedoch ist dies mit einigem an Code-Aufwand verbunden. Also warum sich nicht gleich in Joomla einarbeiten?

Auch im Bereich Shoplösungen hat Joomla die Nase weit vorn, da es mit Virtuemart ein komplettes und mächtiges Shop Werkzeug bereit hält. Dies ist nicht verwunderlich, da wie bereits erwähnt dieses “Tool” von Anfang an als reines CMS konzipiert wurde.

Speziell mit Virtuemart wird der Shop mit einem Virtuemart SEO Modul auch mit seo-freundlichen URL’S ausgestattet, da auch für Shopbetreiber SEO ein Muss ist.

Abschließend lässt sich sagen, dass beide CMS-Tools ihre Vor- und Nachteile haben. Das eine ist intuitiver und einfacher im Handling, das andere bietet mehr Möglichkeiten. Für welches man sich entscheidet, hängt von den Anforderungen an die Webpräsenz ab.

 

  14 Kommentare

« Comments

17. Oktober 2009

hey, da hab ich ja noch was gelernt! hatte mich nicht für joomla interessiert, dachte immer klein und fein => wordpress, groß und dick => drupal… dass es shop plugins für joomla gibt, war mir unbekannt! danke!

BHF
18. Oktober 2009

für mich ist die einfachheit das wichtigste, aus diesem grunde habe ich wordpress und bleibe erstmal bei wordpress.

Bernd Helmut Frank

SO
18. Oktober 2009

Hallo BHF, das ist der Grund warum die meisten mit WP arbeiten ;)

Fan
19. Oktober 2009

Ich habe beide Systeme ausprobiert, Joomla und WP. Wordpress ist deutlich einfacher und wenn man das passende Design findet sie es auch gleich gut aus. Joomla ist wirklich kompliziert und so jemand wie ich, der sich kaum mit programmieren auskennt ist es schwer Joomla zu verstehen und richtig einzusetzen. Für Joomla braucht man halt deutlich mehr Erfahrung und muss mehr Zeit investieren.
ich habe mich allerdings für Wordpress entschieden.

23. Oktober 2009

Ich denke das sind einfach zwei verschiedene Systeme. Joomla ist wie im Artikel beschrieben komplexer und “umständlicher” bietet aber auch einfach mehr Möglichkeiten.

x
5. November 2009

Nun, vor vielen Jahren hatte ich in einigen Projekten Joomla eingesetzt – dabei war Joomla gerade frisch aus der Backstube und mit neuem Namen gewesen.

Ich weiß nicht, wie sich das Ganze mittlerweile entwickelt hat, aber es hatte durchaus zur damaligen Zeit großes Potential gehabt.
Worpress nutze ich hingegen heute in einer vielfachen Art. Schnell, sauber, menschlich – aber es ist eben in erster Linie ein Blogsystem und kein CMS – auch wenn die Grenzen schwinden.

SO
6. November 2009

Hallo Sci-Fi ;) ,
Wordpress kann inzwischen sehr viel mehr, als nur als Blogsystem zu fungieren. Ich setze es inzwischen auch für Kundenprojekte ein und bin bisher nicht an eine Grenze gestoßen. Selbstverständlich nutze ich es ebenso als Blogsystem.

8. Dezember 2009

Mir persönlich bietet Joomla zuwenige Funktionen zum Bloggen, und auch viele der Addons verursachen Fehler, je nachdem mit welchem Template sie zusammenarbeiten. Wordpress ist mittlerweile auch für professionelle Pages die wenig mit Bloggen zu tun haben einsetzbar, eine echte Alternative also.

14. Dezember 2009

Hallo an Alle,
ich habe beide CMS-Systeme ausprobiert. Jedes System Vorteile und Nachteile. Joomla bietet heutzutage mehr Extensions im Vergleich zu Wordpress. Wordpress ist dagegen wesentlich einfacher, als Joomla.

16. Dezember 2009

Mal davon abgesehen, dass Wordpress KEIN CMS im eigentlichen Sinne ist halte ich auch nicht viel von Joomla. 95% der Joomla-Sites sehen sehr ähnlich aus und man erkennt auf den ersten Blick noch ohne in den Code gesehen zu haben, dass die Seite Joomla verwendet.

SO
16. Dezember 2009

Dass die Seiten bei Joomla so ähnlich aussehen hat wohl eher damit zu tun, dass Templates verwendet oder diese nur leicht verändert werden. Mal shen was sich die WP Leute zu der Version 2.9 einfallen lassen, um Wordpress zu einem “echten” CMS zu machen ;)

11. Januar 2010

ja dass stimmt meistens werden sie nicht mal groß verändert und werden dann auf den gleichen seiten zu gleichem geld angeboten..
Gruß Matze

28. Januar 2010

Wordpress ist eine Engine die Joomla voraus ist. Ich denke Joomla wird von Typo 3 und Wordpress total abgehängt.

2. März 2010

Habe neben serendipity auch joomla und wordpress benutzt bzw. benutzte es noch, muss aber sagen, dass der zeitaufwand bei joomla derbe mehr ist als bei den anderen beiden (wp / s9y) und aus bloggersicht ist für mich mittlerweile s9y und wp die erste wahl, joomla wenn überhaupt die dritte … bin ernsthaft am überlegn meine joomla-sites jetzt auf wp umzustellen … bisher noch am hadern ;) gibt 1000 kleinigkeiten die mich bei j. nerven, dass jetzt auch noch sh404 was kosten soll, ist schon fast das i-tüpfelchen :)

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