Weblogs werden nie sterben

Juli 30, 2009 in SEO

Angeregt durch einen Artikel auf dem SEO-United Blog, auf dem die Linkbereitschaft der Blogger kritisiert wird, möchte ich das leidige und dennoch wichtige Thema der Linkliebe aufgreifen und aus meiner Sicht darlegen.

Eines vorweg, ich bin mir absolut sicher, dass Weblogs sich mehr und mehr etablieren und sicherlich nicht aussterben werden. Der Mensch ist ein soziales Wesen und hat eben mal das Bedürfnis sich mitzuteilen. Alleine aus diesem Grund wird es Blogs immer geben, jedoch kommt immer wieder die gleiche Diskussion auf. Warum verlinkt man nicht auf andere Blogs oder Quellen?

Sicherlich ist ein Grund die Nachricht, dass man scheinbar seine Webseite durch ausgehende Links schwächt. Dies ist aber nur teilweise richtig, denn die Suchmaschinen folgen immer demselben Prinzip:

Eine Seite/Blog/Website ist wichtig, wenn sie dem User nützliche Informationen bietet. Daran wird sich hoffentlich nichts ändern, denn warum soll eine Suchmaschine gerade Eure Seite für nützlich halten? Nur dann, wenn ihr dem Besucher eben gute und weitergehende Informationen zur Verfügung stellt.

Nehmen wir mal an, ihr sucht über eine Suchmaschine Informationen über ein bestimmtes Thema. Ihr gebt den Suchbegriff ein und gelangt sehr oft auf die Seite von Wikipedia. Warum? Ganz einfach, da diese spezielle Seite Tausende von wirklich nützlichen Seiten und hilfreichen Informationen bereithält. Deshalb verlinken sehr viele Websites auf Wikipedia und genau aus diesem Grund steht Wikipedia bei sehr vielen Keys auf den vordersten Positionen.

Natürlich kann nicht jeder ein deratiges Portal betreiben aber Ursache und Wirkung sind an sich klar.

Stelle nützliche Informationen zur Verfügung und Du erhälst Deine Position, dies klingt einfach aber so einfach ist es eben. Natürlich hilft es auch Linkbuilding zu betreiben, da man im Normalfall eben keine Wikipedia Seite hat.

Also Leute, wenn Ihr Artikel schreibt und meint, dass Eure User außerhalb von Euren Seiten nützliche Tipps erhalten können, so verlinkt in Gottes Namen einfach diese Seite. Google und Co werden es Euch danken…

P.S.: Einige Seiten auf diesem Blog ranken wirklich gut ohne dass ich Linkbuilding betrieben habe. Also, schreibt interessante Artikel und macht Euch nicht so große Gedanken über ausgehende Links ;)

 

  18 Kommentare

« Comments

31. Juli 2009

Hallo zusammen,

auch wenn es sich viele Blogger nicht eingestehen mögen, aber die Problematik beginnt mit dem Einstellen eines Beitrages. Was nützt also ein hervorragender Bericht, wenn er nicht zur Geltung kommt und von SuMas womöglich erst nach Wochen gefunden wird.

Zu diesem Thema habe ich erst unlängst ein Posting verfasst und eine dazuhehörige Grafik erstellt, die das Zustandekommen eines Blog-Postings verdeutlicht. Den Link dahin darf ich bitte hier abstellen:

http://www.webbstar.de/2009/07/23/richtig-bloggen-%E2%80%93-beitrag-einstellen-2/

lG
Lutz

SO
31. Juli 2009

Guter und nützlicher Artikel! Bei diesem Blog hier “übertreibe” ich es mit der Kunst des SEO zwar nicht aber Dein Artikel ist ein guter Leitfaden ;)

Ich habe von Linkgeiz auch Abstand genommen und in meinen Blogs auch die Kommentar-Links wieder auf Do-Follow umgestellt. Wenn in einem Blogpost eine gute Seite erwähnt wird, wird diese eh direkt verlinkt. Natürlich mit Do-Follow. Thats Internet!

4. August 2009

Ich denke auch immer wieder, dass die deutsche Blogging Scene sich nicht so stark auf SEO optimieren sollte.
Was bringt einem das bloggen, wenn man kein Feedback bekommt?

Klar optimiere ich meine Seite ebenfalls, aber ich lese und schreibe auch viele Kommentare.

Und nicht aus dem Grund Links anzustauben, sondern um mit anderen Bloggern in Kontakt zu kommen, mich mit anderen Themen zu befassen und einfach zu zeigen, dass es da draußen auch Leser gibt und nicht nur Hits.

Gruß
Roman

17. August 2009

Auch bei mir hat sich die Abneigung von Linkgeiz sich belohnt. Ich kriege nun viel mehr Traffic und auch gute Comments. Es baut sich langsam eine Community auf und auch wirtschaftlich klappt alles bestens. Kann nur jedem dies weiterempfehlen.

21. August 2009

Du hast absolut recht! Auf meiner Seite werde ich auch noch einige Links zu hilfreichen externen Quellen zum Thema Mobilfunkstrahlung einbauen. Habe diese sogenannten SEOs eh nie verstanden, was soll das “Nofollow” denn bringen? Ich will einfach jmd. weiterempfehlen. Dafür brauche ich kein Nofollow.

23. August 2009

No Follow oder Do Follow, eigentlich finde ich Linkgeiz generell unpassend, es sei denn es handelt sich um Spammer. Diese Kommentare sollte man dann aber sowieso löschen. Manche Seo verstehe ich eh nicht. Ist manchmal wie Stöckchem werfen bei denen.

27. August 2009

..na das hat sich aber gelohnt dass ich mich lautstark in vielen Blogs gegen den Linkgeiz mancher Blogwebmaster beschwert habe.
Ich zumindest habe das mit dem dofollow nie richtig verstanden .Was soll das ? das nutzt nicht mal den Suchmaschinen geschweige dem User und das mein blog zugespamt würde mit nur noch unqualifizierten ist auch nicht korrekt

SO
27. August 2009

Hallo internet user, das Thema kommt eigentlich jedes Jahr auf und man muss scheinbar die Bloggergemeinde wieder daran erinnern, nicht mit den Links zu geizen. Aber wenn es hilft, soll es mir auch recht sein. ;)

27. August 2009

Hallo zusammen,

wir konstruieren mal ein Beispiel:

Wir nehmen 2 Seiten (Blog, Forum, private oder geschäftliche Seite, etc…) und nennen sie Seite X und Seite Y.

Seite X besitzt PR 2 und Seite Y PR 0. Der Betreiber von Seite X möchte von Seite Y nicht verlinkt werden. Schließlich hat er PR 2 und von einer „minderen“ Seite einen Link bekommen, zöge ihn „runter“. Denkt er jedenfalls.

Nun drehen wir ein wenig an der Uhr und stellen fest, dass sich Seite Y erheblich besser im Netz integrieren konnte, besser besucht wird und steigt letztlich im PR auf 4, wohingegen Seite X immer noch mit PR 2 im Netz steht.

Jetzt will der Webmaster die Seite X auch nicht mehr verlinken, denn seine Seite wird höher gewichtet als Seite X.

Das kann bei „Missverständnissen“ auch passieren. SEO heißt auch: ein wenig nach vorne denken und das Netz verstehen. Zu FOLLOW und NOFOLLOW gibt es ausreichend Material zum Lesen.

lG
Lutz

SO
28. August 2009

Das nenne ich mal ein gutes und plausibles Beispiel. ;)

10. September 2009

Wenn einige Blogs sterben kommen neue dazu, so ist es mit allen Trends.Durchsetzen werden sich nur die wirklich guten.

13. September 2009

Unter dieser Überschrift hatte ich jetzt was anderes erwartet. Vergesst das ganze nofollow doch einfach! Google hat es eingeführt und derzeit schon fast selbst ad absurdum geführt.

14. September 2009

@Lutz: so sehe ich das auch

18. September 2009

Hallo Marcus,

dass sich, nach deiner Aussage, nur die „guten“ durchsetzen werden, kann ich nur teilweise nachvollziehen. Was ist gut und was wäre demnach schlecht, bzw. weniger gut?

Ich besuche gerne Blogs mit starkem Output. Hier erkennt man, dass der Autor ein wenig länger darüber nachdachte, was er später publizierte. Keine Bilder, keine blanke Oberweite, also kaum Traffic (ALEXA gibt gerne Auskunft). Das ist nach meiner bescheidenen Ansicht ein gutes Blog.

Kehrseite: Dralle Tussen, Promi-Gelaber, Schnäppchen-Tipps, Gutscheine und so weiter. Aber hier überschlagen sich die User, das ist demnach eine „gute“ Webseite?

Die neue TV-Werbung für die aktuelle CD von Roger Cicero ist mutig, denn hier zeigt man offen, wer ihn nicht mag. Gut ist also relativ. Und was viele tun, muss nicht gleichsam gut sein.

Bis vor wenigen Hundert Jahren dachte man, die Erde sei eine Scheibe und bis zum heutigen Tage glauben und verbreiten immer wieder ein paar Zeitgenossen die Meinung, dass ein gutes Pils 6 Minuten dauert…

Ergo: was viele tun, war noch nie gut!

lG
Lutz

SO
18. September 2009

Hallo Lutz,

da gebe ich dir Recht. Gut und schlecht entscheidet der Leser. Es gibt eben sehr viele Menschen, die unbedingt wissen möchten, was Paris Hilton heute trägt oder nicht. Auf der anderen Seite lese ich für meinen Teil sehr gerne Blogs, die etwas zu sagen haben ;)

25. September 2009

@marcus, es wird immer ein kommen und gehen der weblogs haben. klar ist, dass natürlich nicht immer alle am markt bleiben können, da der aufwand ein webblog zu betreiben meistens höher ist, als der ertrag.

8. Januar 2010

Hi Lutz,

du sprichst mir aus der Seele :) gruss

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